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Baumpflanzaktion in der Parkanlage Wandersleben
Veröffentlicht am 26.11.2020
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Baumpflanzaktion in Schwabhausen
Veröffentlicht am 26.11.2020
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Baumpflanzaktion am 07.11.2020 in Burla
Veröffentlicht am 13.10.2020
Die Saison zum Bäumepflanzen hat begonnen und wir haben bereits die ersten Bäume gepflanzt. Wir laden Euch herzlich zu unserer Baumpflanzaktion in Burla am 07.11.2020 ab 11 Uhr ein. [lesen]
Future Earth Aktionswochenende 09.10. - 10.10.2020
Veröffentlicht am 24.09.2020
Wir laden euch herzlich zu unserem Future Earth Aktionswochenende am 09.10. und 10.10.2020 nach Cobstädt ein.   [lesen]

Obstgehölze – Sortenerhalt, Veredelung und Züchtung von Kulturpflanzen

 Zuständig hierfür ist Thomas Penndorf. Wir können Ihnen alle Fragen rund um den Schnitt und die Veredelung von Gehölzen beantworten.

Baumschule

In unserer kleinen Baumschule wachsen seit 2005 einige hundert Bäumchen – so, wie sie unter den gegebenen Bedingungen wachsen. Wir greifen möglichst nur dann in die wachstumsbeeinfussenden Faktoren ein, wenn ein resultierender Mangel für die Pflanzen existenzbedrohend wäre. Das heißt: sowohl die Zwischenreihen als auch die Pflanzreihen sind begrünt. Manche Leute würden die Flächen als verunkrautet bezeichnen, wir sehen darin jedoch eine natürliche Bodenbedeckung, Lebensraum und Nahrungsquelle mannigfaltiger Tierarten und eine effektive Arbeitszeitersparnis. So haben wir mehr Zeit für Sortenrecherche und Züchtung.

Für die Bäume bedeutet das eine recht harte Erziehung zu Durchsetzungsfähigkeit, Robustheit und Anspruchslosigkeit. Wir wässern nur in sehr langen Trockenperioden und in der Anwachsphase, mähen zweimal im Jahr die Zwischenreihen, verwenden zur Bodenbearbeitung nur leichte, bodenschonende Einachsgeräte oder unsere Körperkraft plus Hacke und Spaten. Die Obstbäumchen wachsen daher verhältnismäßig langsam – der Jahres-zuwachs beträgt oft nur 10 bis 40cm – und sie sind nicht immer kerzengerade.

Gedüngt wird, wenn überhaupt, mit Kuh- und Pferdemist aus der Region. Vor allem bei frisch aufgeschulten Bäumchen dient der Mist mehr als Mulch. Er schützt den Boden vor Austrocknung, unterdrückt bis zu seiner Umsetzung die Beikräuter im Wurzelraum der Bäume und liefert etwas Stickstoff. Aber auch nicht zu viel, damit die Triebe nicht zu weich werden und die Blattläuse kein leicht anzapfbares Schlaraffenland vorfinden. Wühl- und Feldmäuse sind ein gewisses Problem auf unseren Flächen. Sie werden von zwei Katzen und einigen Greifvögeln in Schach gehalten.

Von April bis November blüht und summt es auf den Baumschulflächen. Bienen, Schmetterlinge und Singvögel erfreuen sich an Disteln und Kletten, abends und morgens singt die Nachtigall!

Veredelung

Die Veredlungsunterlagen stammen hauptsächlich aus eigener biologischer Anzucht. Wir legen großen Wert auf die Verwendung trockentoleranter, standfester, langlebiger, unempfindlicher, robuster Sämlingsunterlagen oder ausgewählter schwächerwüchsiger Typenunterlagen.

Kirchensaller Mostbirne und Wildbirnensämlinge sind unsere Unterlagen für kräftige Birnbäume. Schwächerwüchsig sind Quitte A und Pyrodwarf.

Pfirsiche und Aprikosen wachsen auf Sämlingen oder Pflaumentypenunterlagen.

Quitten bevorzugen Unterlagen wie: Quitte A und Kirchensaller Mostbirne aber auch Eberesche und Weißdorn.

Für künftige Veredlungen ziehen wir eigene Sämlinge an. Ebenso züchten wir. In diesem Jahr haben wir die Kerne bzw. Steine von ca. 300 Apfel-, Kirsch- , Pflaumen- und Birnensorten ausgesät. Erhaltung der alten Sorten ist das Eine, sinnvolle Neukombination des genetischen Materials und Selektion das natürliche Andere! Ab diesem Jahr werden wir auch gezielt kreuzen!