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Tag des offenen Denkmals - Pfarrhof Cobstädt am 09.09.18
Veröffentlicht am 03.09.2018
Hiermit sind Sie von 10:00- 12:00 und von14:00 - 16:00 herzlich auf dem Pfarrhof eingeladen. Es gibt eine Obstausstellung, Apfelpressaktion für die Kinder und natürlich können Sie auch über den Stand der Sanierung unseres Hofes und unser Projekt informieren. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt!   Beste Grüße Das Team vom LebensGut [lesen]

Obstgehölze – Sortenerhalt, Veredelung und Züchtung von Kulturpflanzen

Zuständig hierfür sind Horst-Willi Fricke, Tom Leukefeld und Thomas Penndorf. Wir können Ihnen alle Fragen rund um den Schnitt und die Veredelung von Gehölzen beantworten.

Baumschule

In unserer kleinen Baumschule wachsen seit 2005 einige hundert Bäumchen – so, wie sie unter den gegebenen Bedingungen wachsen. Wir greifen möglichst nur dann in die wachstumsbeeinfussenden Faktoren ein, wenn ein resultierender Mangel für die Pflanzen existenzbedrohend wäre. Das heißt: sowohl die Zwischenreihen als auch die Pflanzreihen sind begrünt. Manche Leute würden die Flächen als verunkrautet bezeichnen, wir sehen darin jedoch eine natürliche Bodenbedeckung, Lebensraum und Nahrungsquelle mannigfaltiger Tierarten und eine effektive Arbeitszeitersparnis. So haben wir mehr Zeit für Sortenrecherche und Züchtung.

Für die Bäume bedeutet das eine recht harte Erziehung zu Durchsetzungsfähigkeit, Robustheit und Anspruchslosigkeit. Wir wässern nur in sehr langen Trockenperioden und in der Anwachsphase, mähen zweimal im Jahr die Zwischenreihen, verwenden zur Bodenbearbeitung nur leichte, bodenschonende Einachsgeräte oder unsere Körperkraft plus Hacke und Spaten. Die Obstbäumchen wachsen daher verhältnismäßig langsam – der Jahres-zuwachs beträgt oft nur 10 bis 40cm – und sie sind nicht immer kerzengerade.

Gedüngt wird, wenn überhaupt, mit Kuh- und Pferdemist aus der Region. Vor allem bei frisch aufgeschulten Bäumchen dient der Mist mehr als Mulch. Er schützt den Boden vor Austrocknung, unterdrückt bis zu seiner Umsetzung die Beikräuter im Wurzelraum der Bäume und liefert etwas Stickstoff. Aber auch nicht zu viel, damit die Triebe nicht zu weich werden und die Blattläuse kein leicht anzapfbares Schlaraffenland vorfinden. Wühl- und Feldmäuse sind ein gewisses Problem auf unseren Flächen. Sie werden von zwei Katzen und einigen Greifvögeln in Schach gehalten.

Von April bis November blüht und summt es auf den Baumschulflächen. Bienen, Schmetterlinge und Singvögel erfreuen sich an Disteln und Kletten, abends und morgens singt die Nachtigall!

Veredelung

Die Veredlungsunterlagen sind bis jetzt alle zugekauft und stammen hauptsächlich aus biologischer Anzucht. Wir legen großen Wert auf die Verwendung trockentoleranter, standfester, langlebiger, unempfindlicher, robuster Sämlingsunterlagen oder ausgewählter schwächerwüchsiger Typenunterlagen.

Beim Apfel sind das: Bittenfelder Sämling, Grahams Jubiläum und Wildapfel als generativ vermehrte Pflänzchen in gewisser genetischer Variabilität, sowie die noch recht standfesten vegetativ vermehrten Typenunterlagen: M7, M11, M25, MM106, MM111.

Kirchensaller Mostbirne und Wildbirnensämlinge sind unsere Unterlagen für kräftige Birnbäume. Schwächerwüchsig sind Quitte A und Pyrodwarf.

Kirschen veredeln wir auf Prunus avium Limburger, F12, Vogelkirsche als starkwüchsige Bäume und für schwächeren Wuchs auf Prunus mahaleb, Colt, GISELA 6/ 5.

Bei den Pflaumen sind die Unterlagen: Brompton, P. cerasifera myrobalana, StJ. INRA2, StJ. damascena noir unsere bevorzugten Unterlagen. Mittelstarkwachsend in unserem Sortiment sind vor allem: StJ. GF 655-2, Ackermann und StJ. A.

Pfirsiche und Aprikosen wachsen auf Sämlingen oder Pflaumentypenunterlagen.

Quitten bevorzugen Unterlagen wie: Quitte A und Kirchensaller Mostbirne aber auch Eberesche und Weißdorn.

Für künftige Veredlungen ziehen wir eigene Sämlinge an. Ebenso züchten wir. In diesem Jahr haben wir die Kerne bzw. Steine von ca. 300 Apfel-, Kirsch- , Pflaumen- und Birnensorten ausgesät. Erhaltung der alten Sorten ist das Eine, sinnvolle Neukombination des genetischen Materials und Selektion das natürliche Andere! Ab diesem Jahr werden wir auch gezielt kreuzen!